Wissenschaftspreis Insolvenzrecht & Sanierung

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Die Wissenschaft gibt Impulse

In ihren Veranstaltungen, insbesondere auf dem jährlich stattfindenden Deutschen Insolvenzrechtstag, befasst sich die Arbeitsgemeinschaft Insolvenzrecht & Sanierung im Deutschen Anwaltverein auch mit wissenschaftlichen Aspekten der Themen, die die Praxis bestimmen. Die Wissenschaft liefert Ideen und zeigt neue Wege auf. Um diese Impulse der Wissenschaft zu fördern und ihnen eine Plattform zu geben, schreibt die Arbeitsgemeinschaft seit 2017 einen mit € 10.000 dotierten Wissenschaftspreis aus.

Mit diesem Preis zeichnet die Arbeitsgemeinschaft junge Wissenschaftler/innen (Doktoranden/innen) aus, deren akademisch herausragende Arbeiten einen besonderen insolvenzrechtlichen Praxisbezug haben. Ausdrücklich erwünscht sind auch interdisziplinäre Arbeiten. Die Auszeichnung bezieht die betreuenden Lehrstühle oder Institutionen mit ein, da von diesen oft die entscheidenden Anregungen ausgehen, sie die Voraussetzungen für eine wissenschaftliche Umsetzung schaffen und die jungen Wissenschaftler/innen begleiten.

Die bisherigen Wissenschaftspreise Insolvenz & Sanierung wurden vergeben an: 

  • Dr. Lukas Piroth für die Dissertation „Die umsatzsteuerliche Organschaft in Krise und Insolvenz“. Ebenfalls ausgezeichnet wurde der ihn betreuende Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Insolvenzrecht am Institut für deutsches und internationales Zivilverfahrensrecht der Universität Bonn unter der Leitung von Prof. Dr. Moritz Brinkmann. (2021)
  • Dr. Sebastian Zeyns für die Dissertation §§ 103 ff. Inso in der Doppelinsolvenz“. Ebenfalls ausgezeichnet wurde der ihn betreuende Lehrstuhl Zivilprozess- und Allgemeines Prozessrecht der Universität Hamburg, unter Leitung von Professor Dr. Reinhard Bork. (2020)
  • Dr. Friederike Dorn für ihre Arbeit  „Das Ausschlagungsrecht in der Insolvenz des Erben oder Vermächtnisnehmers“. Ebenfalls ausgezeichnet wurde der sie betreuende Lehrstuhl von Prof. Dr. Andreas Piekenbrock an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Insolvenzrecht. (2019)
  • Dr. Phillipp Heiner Hofmann für die Dissertation „Der Schutz von Dritten in der Insolvenz des Versicherungsnehmers“. Ebenfalls ausgezeichnet wurde der ihn betreuende Lehrstuhl Prof. Dr. Alexander Bruns, LL.M., an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. (2018)
  • Rechtsanwalt Dr. Patrick Schulz für die Dissertation „Der Debt Equity Swap in der Insolvenz“. Ebenfalls ausgezeichnet wurde der ihn betreuende Lehrstuhl von Professor Dr. Urs Peter Gruber an der Johannes-Gutenberg Universität Mainz. (2017)

1. Der Preis ist insgesamt dotiert mit € 10.000. Der Preisträger/Die Preisträgerin sowie der ihn bzw. sie betreuende Lehrstuhl oder das betreuende Institut als Impulsgeber und Förderer erhalten jeweils einen Geldbetrag in Höhe von € 5.000,00.

2. Der Preisträger/Die Preisträgerin hat die Möglichkeit, auf dem 19. Deutschen Insolvenzrechtstag 2022, der vom 30.03. bis 01.04.2022 in Berlin stattfindet, seine/ihre Arbeit in einem Kurzvortrag vorzustellen. Die Preisverleihung findet anschließend in diesem Rahmen statt.

1. Für die Bewerbung zugelassen sind deutschsprachige Dissertationen, die von den jungen Wissenschaftlern/innen selbst oder von den betreuenden Personen eingesandt werden. Ausgeschlossen ist, wer bereits an einem Auswahlverfahren für den Wissenschaftspreis der ARGE Insolvenzrecht und Sanierung teilgenommen hat. Sollte einer der Kandidaten zum Preisträger in einem vergleichbaren Wettbewerb ernannt worden sein oder ernannt werden, obliegt es der Ermessensentscheidung der Jury, diesen Preisträger bei der zu treffenden Entscheidung ggf. unberücksichtigt zu lassen.

2. Die Arbeiten müssen einen besonderen Bezug zum Insolvenzrecht und/oder zur Sanierung, eine anwendungsorientierte Fragestellung sowie einen wissenschaftlichen Innovationsgehalt aufweisen. Interdisziplinäre Arbeiten oder Arbeiten aus anderen Disziplinen (z.B. BWL, VWL, Soziologie oder Geschichte), die die übrigen Voraussetzungen erfüllen, sind ausdrücklich zugelassen und erwünscht.

3. Erforderlich sind die Empfehlung einer betreuenden Person (Lehrstuhl/Institut) und die Vorlage der Gutachten aus dem Verfahren, die mit mindestens jeweils magna cum laude bewertet sein müssen. Die Arbeiten müssen zum Abgabeschluss abgeschlossen sein (Rigorosum bzw. Disputation) und der Abschluss darf zum Abgabeschluss nicht länger als drei Jahre zurück liegen.

Prof. Dr. Heinz Vallender
Vorsitzender
Mitglied des Direktoriums des Instituts für Internationales und Europäisches Insolvenzrecht der Universität zu Köln

Prof. Dr. Moritz Brinkmann
Lehrstuhl für bürgerliches Recht und Insolvenzrecht am Institut für Deutsches und Internationales Zivilverfahrensrecht der Unversität Bonn

Dr. Gero Fischer
Vorsitzender Richter am Bundesgerichtshof i.R., Freiburg

Das Auswahlverfahren ist zweistufig. Sie reichen zunächst Ihr Bewerbungsschreiben in elektronischer Form ein und fügen folgende Unterlagen bei, ebenfalls in elektronischer Form:
a. Abstract der Arbeit mit max. 3 DIN-A4-Seiten
b. Vollständige Gliederung der Arbeit
c. Tabellarischer Lebenslauf
d. Unterstützungsschreiben der betreuenden Person, wenn nicht von dieser selbst eingereicht
e. Gutachten aus dem Promotions- oder Habilitationsverfahren

Die formalen Voraussetzungen werden vorab geprüft. Die Jury wird dann eine Vorauswahl treffen. Wenn Sie zu den ausgewählten Kandidaten/innen gehören, werden Sie aufgefordert, Ihre Arbeit vollständig einzureichen, ebenfalls auch in elektronischer Form.

Die Bewerbungen sind zu senden an die Arbeitsgemeinschaft Insolvenzrecht & Sanierung im Deutschen Anwaltverein, Wissenschaftspreis 2022, wobei ausschließlich die E-Mail-Adresse wissenschaftspreis@arge-insolvenzrecht.de zu verwenden ist. Über den Eingang der Bewerbung erhalten Sie eine Bestätigung.

Für weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren stehen Ihnen zur Verfügung:

Rechtsanwalt Dr. Karl-Heinz Belser,
Tel. 040/730 811 811, E-Mail: belser@ra-belser.de

Rechtsanwältin Dr. Claudia R. Cymutta,
Tel. 0621/50 58 712, E-Mail: info@kanzlei-cymutta.de

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